Der Troll ist in der Natur zu Hause: Seit vielen Jahren beweisen wir Kompetenz und Lust an Abenteuern. Im Frühling 2000 gründeten drei befreundete Elternpaare aus Zürich den „Verein Troll“, um ihren Kindern eine Krippen- und Kindergartenzeit im Wald zu ermöglichen. Dies war eine Pionierleistung, denn Waldkrippen oder Waldkindergärten gab es in Zürich damals nicht.

Unsere KleinkindbetreuerInnen und Kindergartenlehrpersonen begleiten Ihr Kind in seinem Spiel authentisch und voller Freude an der eigenen Arbeit. Der Wald als Spielort ermöglicht Ihrem Kind motiviertes Lernen durch sinnliches Erfahren. Gleichzeitig wird es in seiner Fantasie und Geschicklichkeit bestärkt. Troll-Waldkinder lernen beim Spiel in der Natur sich selber und andere in der Gruppe einzuschätzen und sich gegenseitig zu helfen. Wir freuen uns Ihr Kind mit auf diese Entdeckungsreise zu nehmen!

Heute führt der Troll zwei vom Volksschulamt bewilligte, private Kindergärten auf dem Chäferberg (8037 Zürich) und auf dem Uetliberg (8055 Zürich) sowie zwei private Krippengruppen auf dem Uetliberg (8055 Zürich) und dem Züriberg (8057 Zürich). In kleinen Gruppen können wir Kinder vom zweiten Lebensjahr bis zum Eintritt in die erste Klasse in ihrer individuellen Entwicklung begleiten.

Der Troll ist eine deutschsprachige Einrichtung.

 

UNSERE WERTE

KIND SEIN

Die Kinder stehen im Mittelpunkt.

Kinder sind lernbegierige Wesen. Sie setzen sich mit ihrer offenen und neugierigen Art aktiv mit ihrer Umwelt auseinander und meistern damit neue und bekannte Situationen. Fantasievoll und ihren Impulsen folgend, planen sie eigene Vorhaben. Bei der Umsetzung zeigen sie Freude und Ausdauer. Sie brauchen Zeit für Erfahrungen um sich Schritt für Schritt zu entwickeln.

Kinder haben ihr eigenes Temperament und leben nach unterschiedlichen Rhythmen. Ihre Wünsche und Vorlieben sind vielseitig und ändern sich stets. Sie entscheiden aufgrund von individuellen Interessen und momentanen Bedürfnissen. Mal springen sie herum und spielen in der Gruppe, ein andermal suchen sie Ruhe und Entspannung.

Kinder sind soziale Wesen. Sie brauchen den Kontakt und kontinuierliche Beziehungen zu anderen. Sie geniessen das Zusammensein. Kinder regen sich gegenseitig an und ahmen einander auf kreative Art und Weise nach. Im Austausch können sie ihre Kommunikation, ihren Umgang mit Gefühlen und ihr soziales Verhalten ausbauen. Sie lernen ihre Bedürfnisse mitzuteilen, auf andere Rücksicht zu nehmen und Konflikte konstruktiv zu lösen.

Kinder brauchen Erwachsene, welche einen geeigneten Rahmen gestalten und Zeit für sie haben, ihnen aktiv zuhören, sich mit ihnen austauschen und gemeinsame Erfahrungen machen. Sie brauchen Erwachsene, die sie akzeptieren und wertschätzen und ihnen Anregung, Geborgenheit und Schutz vermitteln.

 

KIND SEIN IM TROLL

Troll bietet den Kindern durch den täglichen Waldaufenthalt eine Fülle von Anregungen und Erfahrungen in und mit der Natur.

Troll ermöglicht den Kindern vielfältige Sinneserfahrungen. Sie lauschen gespannt den Geräuschen. Sie nehmen gerne alles tastend in die Hände und können fasziniert und ausdauernd ein interessantes Geschehen beobachten.

Durch die achtsame Präsenz der Betreuungspersonen erfahren die Kinder Sicherheit und Unterstützung. Darauf aufbauend können sie aktiv und eigenständig entdecken und handeln. Viele kleine Erfolge und freudvolle Erlebnisse stärken sie in ihrem Selbstwertgefühl.

Die kleinen Gruppen ermöglichen es dem Personal, jedes Kind wahrzunehmen, sich auf deren Gefühlslage einzustimmen und sie so situativ zu ermutigen und zu unterstützen.

In den altersgemischten Gruppen üben und erweitern die Kinder ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen. Sie entwickeln wertvolle und dauerhafte Freundschaften.

Troll bereitet die Kinder bestens auf ihren weiteren Lebensweg vor.

 

DER WALD, EIN RAUM OHNE WÄNDE UND TÜREN

Der Wald eröffnet eine unbegrenzte Spiel- und Fantasiewelt: Die Kinder verwandeln einen Wurzelstock in ein Piratenschiff, lassen aus einem abgeknickten Ast eine Bäckerei entstehen oder verzaubern eine mit Tannzweigen gefüllte Mulde in ein Eichhörnchennest.

Der Wald regt die Kinder zum lustvollen Ausprobieren an: Sie kneten mit Matsch, heben behutsam eine Schnecke auf, rollen ausgelassen im nassen Laub, betrachten fasziniert farbenfrohe Blüten oder klettern mutig auf knorrige Bäume.

Der Wald bietet einen Raum, in dem vielen Interessen nachgegangen werden kann: Einen morastigen Rutschhang um sich in der Gruppe auszutoben, eine Höhle unter Tannzweigen um sich zurückzuziehen, einen Kletterbaum um seine eigenen Grenzen kennen zu lernen oder ein Moosbettchen um zu träumen und in der Stille des Waldes zur inneren Ruhe zu kommen.

Im Wald können die Kinder ihren natürlichen Bewegungsdrang altersgemäss ausleben: Sie rutschen, hüpfen, klettern, balancieren und rennen. Dadurch lernen sie, Bewegungen zu koordinieren und zu kontrollieren, sie spüren ihren Körper und fördern den Gleichgewichtssinn.

Im Wald können die Kinder Naturphänomene direkt erleben und begreifen: Sie begleiten das Buschwindröschen von seiner Keimung über das Blühen und Fruchten bis hin zum Absterben. Sie verabschieden im Herbst die Zugvögel, um sie im Frühjahr wieder im Wald begrüssen zu können.

Das Spüren von brennendem Feuer, Regen, Wind und wärmenden Sonnenstrahlen auf der Haut, sowie das aktive Erleben der vier Jahreszeiten sind willkommene Lernerfahrungen, die sich im Wald spontan ergeben.

 

ZUSAMMENARBEIT MIT MÜTTERN UND VÄTERN

Troll pflegt mit Müttern und Vätern einen konstruktiven Austausch. Der regelmässige und offene Kontakt bei der Übergabe der Kinder am Waldrand fördert das gegenseitige Verständnis und schafft Vertrauen. Dies erlaubt es den Eltern, ihr Kind ausserhalb der Familie unbeschwert eigene Erfahrungen sammeln zu lassen. Die Eltern wissen ihr Kind optimal aufgehoben, begleitet und unterstützt.

Die Kinder erleben, wie Mitarbeitende und Eltern sich absprechen und sich respektvoll begegnen. Diese Erfahrung gibt den Kindern Vertrauen und Sicherheit. Sie hilft den Kindern, beide Welten miteinander zu verknüpfen und sich an beiden Orten wohl zu fühlen.